Wärmedämmeigenschaften von Fenstern und Türen – worauf ist zu achten?

Adrianna Adamska 23 April 2025

Bei der Renovierung oder dem Bau eines Hauses müssen sich Eigentümer für die richtigen Fenster und Eingangstüren entscheiden. Neben Ästhetik und Funktionalität sollten auch wichtige Parameter berücksichtigt werden, die die Wärmedämmung des Gebäudes beeinflussen. Die richtige Wahl von Fenstern und Türen verbessert nicht nur den Wärmekomfort, sondern trägt auch zur Senkung der Heiz- und Kühlkosten bei. In unserem Artikel zeigen wir Ihnen, worauf Sie beim Kauf von Fenstern und Türen achten sollten, um eine optimale Wärmedämmung zu erreichen und ein warmes und energieeffizientes Zuhause zu genießen.

Warum ist die Wärmedämmung von Fenstern und Türen so wichtig?

Die Wahl der richtigen Fenster und Türen ist ein entscheidender Faktor für den Wärmekomfort im Haus. Undichtigkeiten, die durch falsche Fenster, fehlerhafte Montage oder die Verwendung minderwertiger Produkte entstehen, verursachen erhebliche Wärmeverluste, was sich wiederum in höheren Heizkosten und einem höheren Energieverbrauch niederschlägt.

Wärme entweicht aus dem Inneren eines Gebäudes am häufigsten durch:

  • Wärmeleitung – hängt vom Material der Rahmen und Profile von Fenstern und Türen ab,
  • Wärmestrahlung – bei dieser Wärmeverlustmethode entweicht Wärmeenergie durch die Scheiben nach außen,
  • Leckagen – Kälte dringt ein und Wärme entweicht nach außen.

Wärmedämmeigenschaften von Fenstern – worauf ist bei der Auswahl zu achten?

Schätzungen zufolge entweichen bis zu 30 % der Wärme durch Fenster. Daher ist die Wahl der richtigen Fensterkonstruktion und der richtigen Fenstermontage so wichtig, um Verluste zu minimieren und Heizkosten zu sparen. Hier sind die wichtigsten Parameter, die Sie berücksichtigen sollten:

  • Wärmedurchgangskoeffizient (Uw): Je niedriger er ist, desto besser ist die Wärmedämmung.
  • Scheibenart und -anzahl: Am besten entscheiden Sie sich für Fenster mit Dreifachverglasung und mehreren Kammern (5–6). Es empfiehlt sich außerdem, ein Modell mit speziellen emissionsarmen Beschichtungen zu wählen, die zusätzlichen Schutz vor Wärmeverlust bieten.
  • Wärmespeicherfähigkeit des Profils: Der Wert wird durch den Uf-Wert bestimmt, der bei Energiespar- und Passivhausfenstern üblicherweise 0,8 oder 0,9 W/m²K beträgt.
  • Wärmedurchgangskoeffizient (g): Je höher er ist, desto mehr Sonnenlicht gelangt ins Gebäude. Bei energieeffizienten Fenstern sollte der Wert bei etwa 55 % liegen.
  • Fenstereinbauart: Für optimale Dichtheit und Wärmedämmung empfiehlt sich die Warmeinbauweise mit Polyurethanschaum und zusätzlichen Dämmschichten.

Außentüren und Wärmedämmung – worauf achten?

Die Wärmedämmeigenschaften von Außentüren sind entscheidend für die Energieeffizienz eines Gebäudes. Folgende Faktoren sollten Sie beim Kauf von Türen berücksichtigen:

  • Wärmedurchgangskoeffizient (Ud): Je niedriger der Wert, desto höher die Wärmedämmung der Tür. Bei energiesparenden Passivmodellen liegt der Ud-Wert bei etwa 0,7–0,8 W/m²K.
  • Material: Bei der Herstellung von Energiespartüren werden am häufigsten Holz, Aluminium und Stahl in Kombination mit verschiedenen Wärmedämmfüllungen verwendet.
  • Stärke und Haltbarkeit: Die für die Herstellung von Außentüren verwendeten Materialien sollten witterungsbeständig, mechanisch beschädigungs- und verschleißfest sein.
  • Dicke und Anzahl der Dichtungen: Dickere Modelle isolieren die Wärme deutlich besser (bei Verwendung hochwertiger Füllmaterialien), und der Einsatz zusätzlicher Dichtungen eliminiert das Risiko von Wärmebrücken.
  • Ausstattung mit einem sogenannten Warmrahmen und einem Dreifach-Isolierglaspaket – wichtig bei der Wahl von Türen mit Verglasung.
  • Montagemethode: Auch bei Energiespartüren eignet sich die Schichtmontage am besten, bei der zusätzliche Dämmschichten in Form von aus u. a. Dampfsperrband innen und dampfdurchlässigem Band außen.